goneforthewild
9Mai/120

Emailbenachrichtungen

Ich hab auf vielfachen Wunsch ein neues Plugin in meinen Blog eingebaut, womit jeder Email-Benachrichtigungen erhalten kann, wenn ich einen neuen Artikel schreibe.

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9Mai/120

FPÖ. Mehr Mut zur Heimat.

Interessante Sichtung in Kamerun. Hier sind die Neger noch da wo sie hingehören. In Afrika.
FPÖ - Mehr Mut zur Heimat !

FPÖ. Mehr Mut zur Heimat.               

PS: Wer Ironie oder Sarkasmus findet darf es behalten !

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8Mai/120

Bilder Mt. Oku

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8Mai/120

Bilder Bamenda

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8Mai/121

Bamenda

Nun melde ich mich nach langer Zeit mal wieder aus dem Arbeitslager in Bamenda. Unsere Zeit hier ist beinahe vorüber, aber ich habe noch nicht sehr viel erzählt, also hole ich das jetzt etwas nach.

Ein paar Bilder solls dann später auch noch geben =)
UPDATE: Bilder gibts nun unter "Bilder" bzw. hier und hier.

Wir wohnen in Bamenda im Stadtteil Ntarinkon, direkt an der Wum Road, der Hauptstraße nach Bafut, was das Appartement für Ruhe-Liebende nicht besonders attraktiv macht. Doch ansonsten ist alles in Ordnung. Wir haben eine Küche, warmes Wasser (funktioniert meistens), Strom (funktioniert oft), und Internet Flatrate (funktioniert manchmal). Der Ntarinkon Food Market und weitere Einkaufsmöglichkeiten, inklusive Laden mit Westler-Supply (Oscars <- so heisst der Laden) und dem Local Supplier (unser Bierdepot) gibt es um die Ecke. Auch das Stadtzentrum ist per Fußmarsch in akzeptabler Zeit erreichbar, schneller und etwas stressfreier gehts per Shared Taxi für 100 CFA, was umgerechnet etwa 15cent entspricht. Bürgersteige gibt es nicht, hupende Autos haben immer Vorfahrt, deswegen ist das Laufen entlang der Straßen nur hintereinander und mit großer Vorsicht möglich, und deshalb auch nicht gerade entspannend ;-) . Die Menschen sind fast alle sehr nett, speziell für Frauen aber zum (Groß)Teil sehr anstrengend. Ich war in direkter Nachbarschaft schon beim Schuhmacher, um die Lebenszeit meiner Wanderschuhe verlängern, meine Hose vom Schneider reparieren lassen und beim Friseur, um meine Haare dem deutschen Sommer anzupassen. Direkt Nebenan wohnt Vivian, die an ihrem Straßenstand lecker Reis oder frische Pommes mit Bohnen verkauft. Für eines unserer Nebenprojekte kocht sie mit unseren Mädels traditionelle Gerichte.

Die Arbeit für das hauptsächliche Forschungsprojekt, wofür wir hier sind ist mittlerweile im Endstadium. 480 Haushalte wurden intensiv befragt, sowie die Landwirtschaftliche Nutzung in ungefähr 300 vorher definierten Sektoren kartiert. Diese Woche widmen wir uns der Datenaufbereitung und unseren Nebenprojekten, die bislang noch nicht in Angriff genommen werden konnten. So werden Interviews mit Menschen aus verschiedenen Organisationen aufgenommen, die am Ende zu einem kleinen Dokumentarfilm zusammengefasst werden sollen. Für ein kleines Rezeptbuch mit traditionellen Gerichten wird wie schon erwähnt fleißig gekocht (und gegessen). Im dritten Projekt wollen wir die OpenStreetmap-Karte von Bamenda verbessern. Unser Wohn- und Esszimmer gleicht ausserhalb der Essenszeiten nun einem nerdigen Arbeitszimmer voll geschäftiger Menschen vor ihren Laptops. Auch in der Zeit der Datenerhebung war ähnlich, da zwar immer in Bamenda und Umgebung unterwegs waren. Meistens sind 4 Leute losgezogen, während zwei Zuhause die erhobenen Daten in den Computer eingegeben haben. Anfangs waren noch alle 4 Aussendienstler mit jeweils einem Übersetzer unterwegs, später gingen dann je nach Gelände zwei Übersetzerteams und zwei einzelne Mapper oder zwei gemischte Teams auf Tour.

Nach dem Abendessen werden die Tische zur Seite geräumt, ein Film geschaut, ein Spiel gespielt oder einfach nur so gequatscht. Apropos Abendessen: Es wird jeden Abend dermaßen lecker und abwechslungsreich gekocht, dass ich es schon schade finde, wenn wir am Sonntag unsere Zelte hier abreißen werden. Man sollte in Freiburg auf alle Fälle ein regelmäßiges Abendessen-Treffen machen :) .
Allgemein finde ich haben wir eine tolle Truppe. Streit gibts selten, ernsthaften Streit bislang überhaupt nicht, jeder bringt sich irgendwie ein, alles funktioniert bestens.

Am Samstag wird unser Praktikum zu Ende sein, und wir haben alle noch zwei Wochen Zeit zum Reisen. Im Gegensatz zu mir haben die anderen bisher nur Bamenda und Yaoundé kennengelernt, nur ein paar Ausflüge in die nähere Umgebung haben wir unternommen: Eine 3-tägige Tour nach Oku, die aber nur drei von uns angetreten sind, sowie eine Tagestour im Gewitterschauer und Nebel an den Lake Bambili im Osten von Bamenda.

Ab Sonntag wird es zwei Reisegruppen à drei Personen geben. Meine Gruppe wird sich auf die lange Reise in die Region Extrême-Nord machen, um Maroua, den Waza-Nationalpark und die Mandara-Mountains zu erkunden. Die zweite Gruppe wird in die entgegengesetzte Richtung an die Strände von Limbe und Kribi reisen, davor den Korup-Nationalpark an der Grenze zu Nigeria besuchen.

Am 30. Mai werde ich von Yaoundé zurück nach Mulhouse fliegen, Ankunft ist am Morgen des 31. Mai.

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